Stuhlinkontinenz und Darmentleerungsstörungen

Stuhlinkontinenz (Anale Inkontinenz)
Als Stuhlinkontinenz wird die unfreiwillige Abgabe kleiner Stuhlmengen bezeichnet. Bei der Behandlung der analen Inkontinenz spielt die intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit der einzelnen Fachrichtungen des Netzwerkes Beckenboden Dresden sowohl in Diagnostik und Therapie eine entscheidende Rolle. Gemeinsam wird für den einzelnen Patienten ein diagnostisches und therapeutisches Konzept entwickelt. Dabei ist fast immer eine Koppelung der verschiedenen Maßnahmen notwendig. Die aktive Mitarbeit des Patienten ist unverzichtbar.

Hämorrhoidalleiden
Das Hämorrhoidalgeflecht ist ein Netzwerk aus venösen Blutgefäßen, welche neben dem Schließmuskelsystem den endgültigen Verschluss des Afters realisieren. Sind diese Hämorrhoidalvenen krankhaft vergrößert, spricht man vom Hämorrhoidalleiden.

Diese Veränderungen führen zu Symptomen wie Jucken, Brennen, Nässen, verbunden mit dumpfem Fremdkörpergefühl bzw. Schmerzen. Außerdem können Blutbeimengungen im Stuhl bzw. am Toilettenpapier auftreten.

Nach entsprechender Diagnostik (zur Abklärung von Blutbeimengungen ist eine Spiegelung des Enddarms bzw. gelegentlich des kompletten Dickdarms unbedingt notwendig) erfolgt eine Stadienklassifizierung des Hämorrhoidalleidens sowie die Empfehlung zur entsprechenden individuell notwendigen Therapie.